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Das Nachrichtenportal Zoomer wird zum Monatsende eingestellt. Die Holtzbrinckgruppe beendet ihren Ausflug schneller als erwartet. Die Finanzkrise mag dazu beigetragen haben, das dieses Ende schnell kam. Letztlich ist man eher am eigenen Anspruch und der Realität gescheitert und die aktuellen wirtschaftlichen Umstände stellten nur den berühmten Tropfen dar, der das Faß zum überlaufen brachte.

Der Anspruch ein modernes aber qualitativ hochwertiges Nachrichtenportal für jüngere Zielgruppen aufzubauen, war und ist alles andere als anspruchslos. Ein Start mit einem größeren Team und einem  bekannten Nachrichtenaushängeschild spricht für Selbstbewußtsein. Mit Ulrich Wickert als journalistischem Kopf sollte die “Generation StudiVZ” für Nachrichten neu erschlossen werden. Die zu erwartende Durststrecke bei einem so ambitionierten Projekt erfordert entweder die nötige wirtschaftliche Substanz und unternehmerische Konstanz oder das Glück eines schnellen Erfolgs. Letzteres war zoomer.de nicht vergönnt, an einem der beiden anderen Faktoren ist das Projekt letztlich gescheitert.

Bei den anderen Vorzeigeprojekten von Holtzbrinck – den VZ – Communitys StudiVZ, Schüler-VZ und MeinVZ – sieht es im Grundsatz nicht viel besser aus. Auch hier wurde teuer – mit hohem Investment – begonnen, der wirtschaftliche Erfolg lässt allerdings noch auf sich warten. Der Wechsel an der Spitze war bislang verlässlicher als die Hoffnung, das sich die angekündigte schwarze Null dieses Engagements wie angekündigt eingestellt hat.

 

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